Gehalt 2012: Was ändert sich?

In fast jedem Jahr müssen Sie mit Änderungen rechnen, was Ihr Gehalt betrifft. Gewährt Ihnen Ihr Chef nicht gerade eine Gehaltserhöhung, so können Änderungen in den Beiträgen der Krankenkassen oder im Steuerrecht dazu führen, dass Sie unterm Strich letztendlich mehr oder weniger haben. Möchten Sie genau wissen, mit welchem Geld Sie rechnen können, sollten Sie sich über die Änderungen informieren.

Änderungen im Steuerrecht

Grundsätzlich können Sie sich in diesem Jahr über mehr Geld in der Lohntüte freuen. Vor allem dann, wenn Sie nur wenig verdienen, profitieren Sie davon. Die Steueränderungen können jährlich bis zu 125 Euro mehr ausmachen, je nach Ihrer persönlichen Situation. Verdienen Sie gut und haben Sie eine Familie, so machen sich die Steueränderungen so gut wie nicht für Sie bemerkbar. Sie sollten den Gehaltsrechner im Internet nutzen, um sich zu informieren, welche Folgen die Änderungen tatsächlich für Sie haben. Bei einem geringen und mittleren Einkommen werden sich die Steueränderungen eher bemerkbar machen.

Die Einkommensbemessungsgrenzen für die Sozialversicherung ändern sich in diesem Jahr. Gutverdiener müssen mit höheren Abzügen rechnen. In den neuen Bundesländern sind nur die Beiträge zu den Krankenkassen davon betroffen. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze in diesem Jahr um 100 Euro gestiegen. In den alten Bundesländern liegt der beitragspflichtige Höchstbetrag jetzt bei 5.600 Euro monatlich. Die neuen Bundesländer sind davon nicht betroffen, da bleibt der Höchstbetrag weiterhin bei 4.800 Euro im Monat. Der aktuelle Beitragssatz beträgt 19,6 Prozent. Für Gutverdiener im Westen macht das eine Mehrbelastung von ca. 10 Euro im Monat aus.

In der Krankenversicherung gilt jetzt eine einheitliche Beitragsbemessungsgrenze in den alten und den neuen Bundesländern. Sie liegt bei 3.825 Euro monatlich. Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern müssen also mit einer höheren Belastung rechnen.

Änderungen in der Versicherungspflichtgrenze

Nicht nur in den Steuern und in den Beitragsbemessungsgrenzen müssen Sie in diesem Jahr mit Änderungen rechnen. Die Versicherungspflichtgrenze ändert sich in diesem Jahr ebenfalls. Sie ist unabhängig von der Beitragsbemessungsgrenze. Bis zu einem Monatseinkommen von 4.237,50 € müssen Sie sich jetzt gesetzlich versichern. Im Vorjahr lag die Versicherungspflichtgrenze lediglich bei 4.125 Euro. Liegen Ihre Einkünfte über 4.237,50 €, dürfen Sie Mitglied einer privaten Krankenkasse werden.

Bild: panthermedia.net Marc Dietrich

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